Information / Diskussion / Vortrag
Info-Abend - Broken Chains Collective
Beginn: 18:00 h |
Eintritt frei
Rohstoffe.Krieg.Klima: Militärischer Extraktivismus und Lieferketten innerhalb Europas
Ein Info-Abend mit Vortrag
Wo? Trauma, Afföllerwiesen 3a, Marburg
Wann? 5.11., 18 Uhr
Eintritt frei.
Europa- und weltweit steigen die Militärausgaben. Alleine die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union pumpen in diesem Jahr 454 Milliarden Euro in ihre Verteidigungshaushalte- wobei die Zahl nicht alles spiegelt, das für militärische Zwecke ausgegeben wird. Doch wer profitiert von den Milliarden? Und wo verlaufen die Produktionsketten, die zu fertigen Militärgütern hinführen? Was richten Waffen an, noch bevor sie benutzt wurden?
Krieg hat seinen Ursprung nicht nur in Finanzmitteln und Militärgütern. Um Kriege zu führen, müssen Rohstoffe abgebaut, transportiert und verfertigt werden. Die Lieferketten und die Firmen, die an ihnen verdienen, sind jedoch nur lückenhaft öffentlich gelistet, und die sozialen- sowie ökologischen Folgen dieses Extraktivismus sind selten öffentlich diskutiert. Parallel zum aktiven Sozialabbau, der von staatlicher Seite betrieben wird, drohen vielen Orten zusätzliche Folgen durch Umweltzerstörung für die Produktion jener Waffen, für die der Sozialstaat abgebaut wird. Auch mitten in Europa.
Als Broken Chains Collective
haben wir begonnen diesen Fragen nachzugehen und den Weg der Rohstoffe nachzuzeichnen. Deutschland ist nicht nur als Geldgeber und logistisches Drehkreuz verantwortlich und relevant für die Militärindustrie Europas: Hier stehen wir der Kriegslogistik an vielen Orten direkt gegenüber- oft, ohne dass wir es wissen. Wir sind ein kleines Kollektiv und fassen an diesem Abend den aktuellen Stand unsere Recherchen zusammen. Im Anschluss wird es Zeit für Rückfragen und Diskussionen geben.
Also- kommt rum und bringt eure Friends mit! :)